Am 11. Juni 2026 startet die Fußball-WM der Männer in den USA, Mexiko und Kanada – es soll das größte Turnier in der Geschichte des Wettbewerbs werden.
Doch sie findet inmitten einer akuten Menschenrechtskrise statt. Fans, Spieler*innen und lokale Gemeinschaften sind bei diesem Turnier enormen Risiken durch staatliche Repression, Überwachung und Diskriminierung ausgesetzt. Die USA, in denen drei Viertel aller WM-Spiele stattfinden, befinden sich in einem regelrechten Menschenrechtsnotstand.
Die US-Einwanderungsbehörden ICE (Immigration and Customs Enforcement) und CBP (Customs and Border Protection) wurden zu paramilitärisch agierenden Einheiten umgebaut. Maskierte, bewaffnete Bundesagenten stürmen ohne Haftbefehl Wohnungen und verhaften willkürlich Menschen auf offener Straße – selbst in der Nähe von Schulen oder religiösen Einrichtungen.
Diese kritische Menschenrechtssituation droht sich im Zusammenhang mit der WM weiter zu verschlechtern. Staatliche Repression, Abschiebungen und Diskriminierung könnten sich weiter verschärfen. Dazu zählen auch queer- und transfeindliche Einreisepraktiken, rassistische Razzien und Abschiebungen sowie Einschränkungen von Protest und Pressefreiheit. Besonders betroffen sind migrantische, rassifizierte, trans, nicht-binäre und queere Menschen.
Rund um die WM drohen:
- ICE-Razzien, Massenabschiebungen und Inhaftierungen Racial Profiling sowie diskriminierende Grenz- und Visakontrollen
- Einschränkungen von Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit Diskriminierende Einreiseverbote
- Auch in Mexiko und Kanada bestehen Risiken, etwa durch militarisierte Sicherheitseinsätze, Einschränkung von Protesten oder die Verdrängung wohnungsloser Menschen. Fans, Spieler, Journalist*innen, Arbeiter*innen und lokale Communities sind betroffen – auch Menschen, die nichts mit Fußball zu tun haben.
Gleichzeitig erzielt die FIFA Milliardengewinne, nutzt ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss jedoch bislang nicht ausreichend, um wirksame Menschenrechtsgarantien durchzusetzen.
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